KAREN BLIXENS SCHRIFTSTELLERHEIM



KAREN BLIXENS PRIVATRÄUME

Das ehemalige Wohnhaus Karen Blixens, in dem sie viele Jahrzehnte gelebt hat ist für die Besucher des Museums frei zugänglich. Ihre privaten Räumlichkeiten sind größtenteils so gelassen worden, wie Karen Blixen sie selbst eingerichtet hat. So bekommen die Museumsgäste einen lebenden Eindruck, wie die alltägliche Umgebung der Schriftstellerin ausgesehen hat. Viele der Möbel, die sich in den Wohn-, Arbeits- und Esszimmern des Hauses befinden, gehörten bereits zu Karen Blixens Ausstattung in ihrem Haus und auf ihrer Farm in Kenia. Der Lieblingsstuhl von Denys Finch Hatton und die Kiste, die der Diener Farah ihr schenkte, stehen heute noch in den ehemaligen Räumlichkeiten der Schriftstellerin. Einige der alten Kaminöfen im Haus befanden sich schon auf vielen verschiedenen Herrengütern in ganz Dänemark, die alle im Besitz von Karen Blixens Verwandten waren.

In einem der kleineren Räume hat das Museum eine kleine, mit Karen Blixens Gemälden ausgestattete, Galerie eingerichtet. Darin hängen, unter anderem afrikanische Porträtmalereien, Kohlezeichnungen aus Karen Blixens Studienzeit an der Kopenhagener

DAS WOHNZIMMER

In dem großen Wohnzimmer saß Karen Blixen zu ihren Lebzeiten häufig zusammen mit ihren Gästen vor dem Marmorkamin. In diesem Raum wurden in den 1950er Jahren auch ihre berühmten Radioansprachen aufgezeichnet. Einige ihrer Fernsehinterviews wurden ebenfalls in ihrem Wohnzimmer abgedreht. In allen Räumen werden regelmäßig frische Blumenanrichtungen aufgestellt, nach dem Vorbild von den Anrichtungen, mit denen Karen Blixen selbst, zeit ihres Lebens, das Haus dekorierte.

DAS ARBEITSZIMMER – EWALDS ZIMMER

Im Jahre 1960 inszenierte Karen Blixen ihr Arbeitszimmer, Ewalds Zimmer zu einer Art Andachtsstätte und Denkmal für den dänischen Dichter Johannes Ewald. Hinter dem Schreibtisch, der ein Mal ihrem Vater, Wilhelm Dinesen, gehörte, wurde Thomas Dinesens Sammlung afrikanischer Waffen aufgehängt. Aus dem „Statens Museum for Kunst“, Dänemarks bedeutendsten staatlichen Museum für Kunst, lieh Karen Blixen die Büste des Dichters, die bis zum heutigen Tag noch in Ewalds Zimmer auf Wilhelm Dinesens ehemaligen Büchsenschrank steht. In diesem Zimmer hängt, darüber hinaus, auch Karen Blixens Gemälde eines ausgestopften Nashornvogels, welches sie, genau wie die Porträitmalereien, in Afrika gemalt hat. „Ich selbst habe die große Ehre, in dem selben Zimmer, zu sitzen und zu schreiben, in dem der Überlieferung nach, Johannes Ewald gewohnt hat, als das Anwesen noch der Gasthof „Rungsted Kro“ gewesen ist und gerade ich weiß wohl wie der Süd-Ost-Wind vom Sund herüber weht und besonders in diesem Zimmer wochenlang durch alle Ritzen pfeift und so dafür sorgt, dass der Kachelofen zum heizen gebracht wird“.

Aus Klaren Blixen „Rede zum Gedenkfest für Johannes Ewald im Garten von Rungstedlund am 11. Juli 1943 in Blixeniana 1982.

DAS RESTAURIERTE KAREN BLIXEN MUSEUM

Nach dem Tod von Karen Blixens Hausverwalterin Caroline Carlsen im Jahre 2003 , wurde es möglich ihre Räumlichkeiten ebenfalls in das Museum einzugliedern. Am 18. Mai 2004 wurde das neue restaurierte Karen Blixen Museum eingeweiht. Madam Carlsen, wie sie genannt wurde, wohnte seit 1949 auf Rungstedlund. Seitdem konnte das Museum folgende neue Räume hinzufügen:

1. Der Vogelraum – wo wechselnde Ausstellungen gezeigt werden, die sich thematisch auf verschiedene Art und Weise mit Vögeln beschäftigen.
2.
3. Der Filmraum – mit der Vorführung eines 12 minütigen Films über Karen Blixen. Der Film, der von Laurits Munch Petersen und Ivan Z. Srensen produziert wurde, heißt:

Forestil dig – Karen Blixens forfatterskab.
(Deutsch: Stell dir vor – Karen Blixens Werk.)

Der Film soll als Dialog mit der Dokumentarausstellung des Museums gesehen werden, der einen erfrischenden, neuen und anderen Blickwinkel auf Karen Blixens Werke eröffnet.