AUSSTELLUNGEN

BABETTE – PARIS 1871
25 April – 30 Dezember 2018

„Ich habe das Gewehr für meine Männer geladen, meine Arme waren schwarz wie jetzt von Schiesspulverschlamm. Ich trat in Blut, meine Strümpfe waren eingetaucht. ” – Karen Blixen, Babettes Fest

Blixens Babette ist nicht nur eine Chefköchin im trendigen Café Anglais, sondern auch eine Kommunardin während der Pariser Kommune. Das Karen Blixen Museum bietet eine sinnliche und blutrote Ausstellung, von jenem Paris inspiriert, in das Babette 1871 flieht.

 

Ein festliches und grausames Paris
Karen Blixens eigener Vater, Wilhelm Dinesen, erlebt im Jahre 1871 mit Freude und Schrecken die Pariser Kommune. Er schreibt das Buch Paris während der Commune und gibt es an seine 7-jährige Tochter, Karen, die ihren Vatwer nur zwei Jahre später verliert. Ihr ganzes Leben hindurch liest sie wiederholt seine Bücher.

„Das Fest war jetzt so gemütlich wie möglich. Der Platz war voll von Militär und Zivilisten, die sich vermischten; man rief „Es lebe die Republik!“ ”
Wilhelm Dinesen, Paris während der Commune

Frauen auf den Barrikaden
Wilhelm Dinesen und der französische Nationaldichter Victor Hugo wurden beide von den politisch engagierten Frauen inspiriert, die gleiche Bezahlung, Ausbildung und Waffen forderten, so dass sie auf den Barrikaden kämpfen konnten.

Der Mut der Frauen inspiriert Blixen dazu, die Figur Babette zu erschaffen, die auf den Barrikaden kämpft und ihren Ehemann und Sohn verliert. Ihren Kampfgeist trägt sie durch die Erzählung und ihre Entsagung ist ein „Unterwasserriff, zwischen dem Erinnerungen, Leidenschaften und Sehnsüchte gingen …“

„Babette – Paris 1871“ stellt den historischen Moment dar, in dem die Pariser Arbeiter die Kontrolle über die Stadt übernehmen, die Frauenbewegung Prostitution illegal macht und französisches Blut in einem „Brudermord“ vergossen wird.

Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Maisons de Victor Hugo und dem Musée d’art et d’histoire de Saint-Denis in Paris erstellt.

 

Wir danken Aalborg Forsvars- og Garnisonsmuseum, Air France, Ambassade de France, Institut Français, Les Amies et Amis de la Commune de Paris 1871, Rungstedgård und Qvinde kend din vin.

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt von Aage og Johanne Louis-Hansens Fond, Dronning Margrethe og Prins Henriks Fond, Ernst B. Sund Fonden, Knud Højgaards Fond, Oticon Fonden, Overretssagfører L. Zeuthens Mindefond, Nordea-fonden, Rosendahl und Rungstedlundfonden.

Der Eintritt ist im Ticketpreis enthalten.

Grafikdesign: Mette Secher (illustration © Musée Carnavalet/Roger-Viollet)

BLIXENS FEST
25. April – 30 Dezember 2018

“Wein, Madame?” schrie Babette. “Nein, Madame! Es ist ein Clos Vougeot 1846! ” – Karen Blixen, Babettes Fest

Blixen ist Gastronomin und Gourmet. Mit ihr ist die Chefköchin Babette vom Café Anglais eine Künstlerin. Eine großartige Künstlerin. Blixen lässt Babettes Festmahl so paradiesisch sein, dass alte Feindschaften aufgelöst werden und Liebe, Verständnis und Erlösung sich unter den Gästen ausbreiten.

Jetzt öffnet das Karen Blixen Museum die hellgrüne Küche der Autorin in Rungstedlund. Mit Blixens ursprünglichen Kristallgläsern, ihrem Porzellan und ihrem Kochbuch zaubert Babette ihr französisches Menü hervor mit einem Duft von nordnorwegischem Wacholder und Clos Vougeot.

Eine Liebesaffäre
Karen Blixen schuf ihre eigenen Gerichte und arrangierte Dinner-Partys für ihre dänischen und internationalen Gäste. Sie saß am Tischende und führte das Gespräch so, dass sich die Gäste besonders angesprochen fühlten.

Babette schafft etwas Magisches, so dass sogar die ärmsten Seelen in den Suppen eine stärkende Heilung spüren, und der weitgereiste Oberst Galliffet in seinem nostalgischen Herzen getroffen wird.

“… diese Frau schafft es, jede Mahlzeit im Café Anglais in eine Art Liebesbeziehung, eine erhabene romantische Beziehung, zu verwandeln.” – Karen Blixen, Babettes Fest

Die kuriose Küche
Die Ausstellung „Blixens Fest“ lädt in die helle grüne Küche ein, die Blixen mit dem Architekten Stein Eiler Rasmussen eingerichtet hat, und die die Farben des Gartens nach innen zieht. Blixens ursprüngliches Essgeschirr findet sich noch intakt in den Wandschränken, die bis zur Decke reichen.

Efeu windet sich auf der Napoleon Ivy Porzellanserie, die Serie mit den Pfauen hebt sich unter dem Staub ab und das „Mussselmalet“ Porzellan brachte sie aus Afrika mit nach Hause. Blixen sammelte Kuriositäten und mischte Schönheit und Stile. Die Kristallgläser spiegeln sich im Arsengrün, während Harlekin und Columbine in der Nähe der Papageienpfanne tanzen.

Der Eintritt ist im Ticketpreis enthalten

Foto: Peter Gabriel

 

Die Ausstellungen wird großzügig unterstützt von Aage og Johanne Louis-Hansens Fond, Dronning Margrethe og Prins Henriks Fond, Ernst B. Sund Fonden, Knud Højgaards Fond, Oticon Fonden, Overretssagfører L. Zeuthens Mindefond, Nordea-fonden, Rosendahl und Rungstedlundfonden.